Neben seinem Fanggerät, also Netz, Angel und Reuse, ist das Boot das wichtigste Arbeitsgerät des Küstenfischers. Vor ungefähr 7000 Jahren benutzten die Menschen der Erteböllekultur in den Buchten der Ostsee bereits Einbäume und Aalstecher zum Fischen. Ab dem Mittelalter zimmerte man zunächst aus gespaltenem, später aus gesägtem Holz geklinkerte Boote. Beim Klinkern wurden die Planken überlappend angebracht, die obere überlappte die jeweils darunter liegende. Als Meister dieser Bootsbaukunst galten die Wikinger.
Die segelnden Fischereifahrzeuge entlang der Ostseeküste besaßen im 19. Jahrhundert fast ausnahmslos geklinkerte Rümpfe, die am Heck und am Bug zu den Enden hin spitz zuliefen. Diese Spitzgattbauweise ist bei der Quase als auch beim Wadenboot Beeke Sellmer sehr gut erkennbar. Den Nachbau der Beeke Sellmer hat der Museumshafen Probstei übrigens gemeinsam mit der Beschäftigungsinitiative Schönberg realisiert. 2002 zeichnete eine internationale Jury die Originaltreue aus.





















